Humor

Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht, haben auch Juristen Humor!

Um dies zu beweisen, hier einige kleine Beispiele, damit klar wird, dass es auch  juristischen Humor gibt, der über den wohl bekanntesten Juristenwitz hinausgeht.

Den kennen Sie noch nicht?  

“€žWoran erkennt man, dass Anwälte lügen? -  Sie bewegen die Lippen.”

 

Ein netter Kollege gab mir den Hinweis, dass die nachfolgenden Beispiele grob unvollständig seien, da insbesondere dieses noch fehlt:

Warum werden neuerdings manche medizinischen Experimente mit Anwälten gemacht?

Es gibt Sachen, die möchte man selbst Ratten nicht antun.

Die Sache hat aber einen Haken:

Die so gewonnenen Erkenntnisse lassen sich nur bedingt auf Menschen übertragen.

(Vielen Dank für das Beispiel, Herr Kollege!)

 ***

Terroristen haben das Gerichtsgebäude überfallen, in dem gerade ein Anwaltskongress stattfindet.

Sie haben der Polizei Forderungen übermittelt und damit gedroht, stündlich einen Anwalt frei zu lassen ...

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Richter nach dem Plädoyer des Verteidigers: "Wenn ich Sie richtig verstanden habe, soll ich den Angeklagten heilig sprechen?"

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Gerichtsverhandlung nach einem Autounfall. Der Anwalt des schuldigen Fahrers fragt den Kläger: "Ist es richtig, dass Sie nach dem Unfall meinem Mandanten gesagt haben, sie seien nicht verletzt?"

"Natürlich habe ich das gesagt, aber dazu müssen Sie wissen, wie sich die Sache abgespielt hat: Also, ich reite mit meinem Pferd ruhig die Straße entlang. Da kommt das Auto angerast und wirft uns in den Graben. Das war vielleicht ein Durcheinander, das können sie sich nicht vorstellen. Ich lag auf dem Rücken, die Beine in die Luft - und mein braves altes Pferd auch. Da steigt der Fahrer aus, kommt auf uns zu und sieht, dass mein Pferd sich ein Bein gebrochen hat. Darauf zieht er wortlos eine Pistole und erschießt es. Danach sieht er mich an und fragt: 'Sind sie auch verletzt?'

Nun frage ich Sie, Herr Rechtsanwalt, was hätten Sie geantwortet?"

***

Es vergewisserte sich der Richter:

“€žAngeklagter, hat sich der Einbruch so abgespielt, wie es der Herr Staatsanwalt geschildert hat?” €“ €žGanz anders, Herr Richter, aber seine Methode ist wirklich gut, die werde ich mir merken.”

***

“€žHohes Gericht”, erklärt der Verteidiger, “€žmein Mandant, den man der vorsätzlichen Brandstiftung beschuldigt, muss schon deshalb unschuldig sein, weil er an dem Tag, als sein Geschäft abbrannte, frühmorgens zwei Fässer Bier in sein Haus bringen liess. Wer würde sich noch ...?

“€žZwei Fässer Bier?”, meint der Richter zweifelnd. “€žAngeklagter, sind Sie denn ein so grosser Trinker?”

Das nicht, Herr Richter”, erklärt der Angeklagte, ”aber ich hab´ mir halt gedacht, die Männer von der Feuerwehr haben bestimmt einen richtigen Durst...”

 ***

Streiten sich ein Arzt und ein Jurist

Wütend ruft der Mediziner: ”€žIhr Beruf, Herr Staatsanwalt, macht ja nicht gerade Engel aus den Menschen!”

Lächelt der Jurist spöttisch und antwortet: ”Stimm, Herr Doktor, da leistet Ihre Zunft tatsächlich wesentlich mehr!”

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Es resümierte der Anwalt:

Also, wenn ich Sie richtig verstehe, gnädige Frau, sollen wir dem Gericht tatsächlich beweisen, dass der Radfahrer, den Sie überfahren haben, mit 120 Stundenkilometern über die Kreuzung fuhr und dass die Katze, die über die Kreuzung lief, so gross war, dass sie Ihnen die Sicht nahm?”

 ***

Der Richter wendet sich an den Zeugen:

„Sie haben also den Unfall als Augenzeuge miterlebt. Schildern Sie doch einmal den Hergang.“

„So genau kann ich das nicht mehr sagen“, antwortet der Zeuge. „Schliesslich ist es eine Zeitlang her. Ich hatte nur den Eindruck, als hätten es beide Autofahrer auf denselben Fussgänger abgesehen.“

 ***

Es fragte der Richter:

Zeuge, wo befanden Sie sich, als Sie überfahren wurden?”

“€žUnterm Auto, Herr Richter!”

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Rotkäppchen auf Juristendeutsch

 ”Als in unserer Stadt wohnhaft ist eine Minderjährige aktenkundig, welche infolge ihrer hierorts üblichen Kopfbedeckung gewohnheitsrechtlich Rotkäppchen genannt zu werden pflegt...

 Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs Verlassens der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Sie machte sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim Überschreiten des diesbezüglichen Blumenpflückverbotes einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz.

 Dieser verlangte in unberechtigter Amtsanmaßung Einsichtnahme in den zum Transport von Konsumgütern dienenden Korb und traf zwecks Tötungsabsicht die Feststellung, dass die R. zu ihrer verwandten und verschwägerten Großmutter eilends war.

 Da bei dem Wolfe Verknappungen auf dem Ernährungssektor vorherrschend waren, beschloss er, bei der Großmutter der R.. unter Vorlage falscher Papiere vorsprachig zu werden. Da dieselbe wegen Augenleidens krank geschrieben war, gelang dem Wolf die diesfällige Täuschungsabsicht, worauf er unter Verschlingung der Bettlägerigen einen strafbaren Mundraub ausführte.

 Bei der später eintreffenden R. täuschte er seine Identität mit der Großmutter vor, stellte der R. nach und durch Zweitverschlingung derselben seinen Tötungsvorsatz unter Beweis. Der sich auf einem Dienstgang befindliche Förster B. vernahm verdächtige Schnarchgeräusche und stellte deren Urheberschaft seitens des Wolfsmaules fest.

 Er reichte bei seiner vorgesetzten Dienststelle ein Tötungsgesuch ein, welches zuschlägig beschieden wurde. Daraufhin gab er einen Schuss ab auf den Wolf. Dieser wurde nach Infangnahme der Kugel ablebig.

 Die Beinhaltung des Getöteten weckte in dem Schussabgeber die Vermutung, dass der Leichnam Personen beinhalte. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Einsichtnahme und stieß hierbei auf die noch lebende R. nebst Großmutter.

 Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich der beiden Personen ein gesteigertes, amtlich nicht erfassbares Lebensgefühl.

 Der Vorfall wurde von den Gebrüdern Grimm zu Protokoll gegeben.”

(Quelle: Zeitschrift für Strafvollzug)

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